GVO-Zulassungen

ASA warnt vor Engpässen bei Soja

Angeführt von der American Soybean Association (ASA) fordern die US-Lobbyisten die EU-Kommission auf, im September die nächsten Schritte für die Zulassung der GVO einzuleiten. Dafür bitten die neun Verbände auch um Unterstützung des US-Handelsbeauftragten Michael Froman.

Die neun GVO - darunter vier Sojabohnensorten -  hätten in der EU bereits alle Sicherheitsbewertungen positiv durchlaufen und bräuchten von den Brüsseler Behörden nur noch die formale Importgenehmigung, argumentiert die ASA. In der gemeinsamen Stellungnahme monieren die 19 US-Verbände, dass die Zulassungen in den vergangenen Jahren immer länger dauerten und seit November 2013 gar keine Genehmigungen mehr erteilt worden seien. Die Anträge für einige der jetzt in der Warteschleife befindlichen GVO seien bereits vor fünf Jahren bei der EU-Gesundheitsbehörde Efsa eingereicht worden.

Die US-Verbände warnen im Falle von weiteren Verzögerungen, dass es in den kommenden Monaten zu Handelsstörungen kommen könnte. Betroffen wären Sojaeinfuhren aus den USA. Den Nachteil hätten vor allem europäische Tierhalter, die Engpässe in der Futtermittelversorgung erleiden könnten.

Europäische Agrarverbände wie der Handelsverband Coceral sowie die Organisation der Futtermittelhersteller (Fefac) und der Europäische Verband der Ölmühlen (Fediol) stufen die Risiken ebenfalls hoch ein. Sie hatten bereits Ende Juli baldige Zulassungen angemahnt. (db)
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