EU-Zuckerindustrie

Abfuhr für Italien

Italien sprach im EU-Agrarrat in dieser Woche die Misere seines Zuckersektors an. Um die Not zu lindern, sollten wenigstens die Produktionsabgaben für Zucker dem Sektor zu Verfügung gestellt werden, forderte der italienischen Landwirtschaftsminister Mauritio Martina.

Die EU-Kommission lehnt weitere Hilfen ab. Den Steuerzahler habe die Reform der EU-Zuckermarktordnung bereits 6 Mrd. € gekostet, betonte Hogan. Davon habe Italien 1 Mrd. € bekommen. Zudem habe die Zuckerindustrie ausreichend Zeit gehabt, sich auf das Ende der Quoten einzustellen. 2005 sei die Reform beschossen worden. 2014 hätten der Ministerrat und das Parlament das Quotenende noch einmal bis 2017 hinausgezögert. Jetzt werden die EU-Kommission keine neuen Vorschläge zum Zucker mehr vorlegen, erteilte Hogan Italien eine deutliche Abfuhr.

Deutschland kritisierte im Agrarrat gekoppelte Beihilfen für die Rübenerzeuger in einigen EU-Mitgliedstaaten. Das verzerre den Wettbewerb erheblich, erklärte Robert Kloos, Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium. (Mö)   
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