Milchkrise

Abgeordnete fordern spontane Eingriffe


Es gebe im Europaparlament unterschiedliche Reaktion in der Debatte um den Interventionspreis für Butter und Magermilchpulver, fasste Albert Deß (CSU)in der Plenumsdebatte in Straßburg zusammen. Er halte wenig von der veralteten Intervention, aber selbst innerhalb der Fraktion Christdemokraten gebe es dazu unterschiedliche Vorstellungen. Um die Milchpreise zu stützen, regte Deß einen spontanen Herauskauf von größeren Buttermengen an. Die unangekündigten Maßnahmen sollen stattfinden, wenn der Lebensmittelhandel in den Verhandlungen mit den Molkereien mal wieder auf die Preise drücke.

Ulrike Müller von der Liberalen hält den Protest der Landwirte für berechtigt und griff die Idee von spontanen Herauskaufaktionen auf. „Die Intervention ist zu langsam und zu behäbig“, kritisierte auch Peter Jahr (CDU). Das Hilfspaket der EU-Kommission lobte er als Schritt in die richtige Richtung. Martin Häusling (Grüne) warf der EU-Kommission dagegen Versagen vor. Die Exportorientierung in der Agrarpolitik habe den EU-Milchmarkt vor die Wand gefahren. Als Lösung sieht Häusling nur eine Steuerung des Milchangebots durch die Politik an. (Mö)
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