Klimaschutz

Abkommen abgeschlossen

Mit einem Tag Verlängerung war es geschafft. Konferenzleiter Laurent Fabius hob Samstagabend den Hammer, klopfte mehrmals und das Klimaabkommen war damit abgeschlossen. Zuletzt stimmten auch Russland und Saudi Arabien zu, denen der Abschied von fossilen Energieträgern besonders schwer fällt. Auf der anderen Seite kritisierte Nicaragua das Abkommen als unzureichend, weil viele Länder weiterhin durch den Anstieg des Meeresspiegels bedroht seien. Die schwierige Einigung ermöglichten die Franzosen mit einer geschickten Konferenzleitung. An entscheidenden Stellen machten immer wieder hochrangige Politiker Druck, zuletzt der US-amerikanische Außenminister John Kerry und der französische Staatspräsident Francois Hollande. Die nationalen Angebote für die Senkung der Treibhausgasemission bleiben freiwillig. Die bisherigen Angebote würden für eine Erderwärmung von knapp 3 Grad führen. Die Angebote sollten deshalb regelmäßig überprüft werden, erstmals 2023. Zudem soll eine Fonds über jährlich 100 Mrd. € von Industrieländern finanziert werden, um in Entwicklungsländer eine klimafreundliche Wirtschaft zu ermöglichen. (Mö) 
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