GVO-Importe

Absage der EU-Kommission


Auf einem Seminar im belgischen Genval haben die EU-Kommissare im belgischen Genval sehr allgemein über die Zukunft der Grünen Gentechnik debattiert. Einen Durchbruch für ausstehende Import-Zulassungen gab es dabei nicht. EU-Verbraucherkommissar Vytenis Andriukaitis soll zwar eine gruppenweise Zulassung für 12  GVO angeregt haben, für die noch eine Import-Genehmigung aussteht. Allerdings wurde die Idee von seinen Kollegen nicht aufgegriffen.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zögert. Er möchte zunächst die Regeln für die Zulassung in der Europäischen Union anpassen und die Rolle der EU-Mitgliedstaaten dabei aufwerten. Dazu soll Andriukaitis im April einen Vorschlag vorlegen. Das de facto Moratorium für GVO in der EU bleibt bis dahin bestehen.

Der Europäische Verband der Getreidehändler (Coceral), der Verband der Futtermittelhersteller (Fefac) und der Verband der Ölmühlen (Fediol) fordern die Kommission auf, von den Futtermittelimporteuren endlich aus ihrer Sicht unnötige Risiken zu nehmen. Sie machen sich besonders Sorgen um die Einfuhren von Sojaschrot aus den USA. Werden auch nur Spuren von in der EU noch nicht zugelassenen GV-Sojasorten gefunden, drohen hohe finanzielle Verluste, da die Ware dann nicht in Verkehr gebracht werden darf.

Für 4 verschiedene GV-Sojasorten, 3 Maissorten, 2 Rapssorten und 3 Baumwollsorten hängt die Zulassung in Brüssel. Die Europäische Lebensmittelbehörde (Efsa) hält sie für unbedenklich und die EU-Mitgliedstaaten haben bereits abgestimmt. Jetzt lieg die Entscheidung bei der EU-Kommission, die die Zulassung für einige GVO-Sorten seit mehr als einem Jahr hinauszögert. (Mö)
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