Glyphosat

Abstimmung wird vertagt


Auch in einer zweiten Aussprache über Glyphosat zeichnete sich im Ständigen Ausschuss (SC-PAFF) keine qualifizierte Mehrheit für Glyphosat ab. Frankreich, Italien und die Niederlande blieben bei ihrer Ablehnung. Schweden drängte im Ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel darauf, die Entscheidung zu vertagen. Damit wurde Deutschland zum „Zünglein an der Waage“ und verhinderte mit seiner Enthaltung die Wiederzulassung des umstrittenen Wirkstoffs. Die Haltung dieser fünf EU-Mitgliedstaaten reicht, damit im Ausschuss die qualifizierte Mehrheit verfehlt wird. Die EU-Kommission verschob daraufhin die Abstimmung auf einen der kommenden Ausschüsse. Wissenschaftler kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen über eine mögliche Krebsgefahr durch Glyphosat. Die Europäische Lebensmittelbehörde (Efsa) gab grünes Licht, woraufhin die EU-Kommission eine Verlängerung des Pflanzenschutzmittels um 15 Jahre vorschlägt. Ende Juni läuft die Zulassung von Glyphsat aus und der EU-Kommission liegt viel daran, eine rechtliche Lücke zu vermeiden. (Mö)  
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