Biodiversität

Ackerwildkrautprojekt jetzt bundesweit


Das im Jahr 2010 von der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft in Zusammenarbeit mit dem Pflanzenschutzunternehmen Bayer Crop Science begonnene Projekt trägt die Bezeichnung: "Unkraut vergeht nicht - stimmt nicht". Ziel ist der Schutz gefährdeter Wildkräuter und ihre mögliche Neuansiedlung auf weiteren Flächen, wie beispielsweise Grenzertragsstandorten, berichteten die Kooperationspartner heute auf einer Fachveranstaltung in Berlin.

Das methodische Vorgehen umfasst die Sammlung des Saatguts gefährdeter Ackerwildkräuter und deren Vermehrung in besonders angelegten Beeten. Das daraus anschließend gewonnene Saatgut wird auf ausgewählten Äckern ausgesät, bei denen langfristig eine ackerwildkrautliche Bewirtschaftung gewährleistet ist.

Neben zwei am Projekt beteiligten regional typischen Betrieben im Rheinland wird mit der Agrargenossenschaft Luisenhof in der mecklenburgischen Seenplatte ein weiter großer Partner einbezogen. Dort werden bereits auf mehr als 50 ha Fläche verschiedene Biodiversitätsmaßnahmen durchgeführt.

Wiederholt prämiert

Aufgrund der positiven Erfahrungen sei nun beschlossen worden, das Projekt auf das gesamte Bundesgebiet auszudehnen, sagte Friedhelm Decker, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft. Begonnen werde in den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Bayern.  

Das Projekt wurde erneut im Rahmen der im Zeitraum 2011 bis 2020 laufenden UN-Dekade "Biologische Vielfalt" prämiiert, freut sich Dr. Helmut Schramm, Geschäftsführer der Bayer Crop Science GmbH Deutschland. Nachhaltigkeit in der Kulturlandschaft funktioniere nur dann, wenn auch die Landwirtschaft ihrer Kernaufgabe nachkommen kann, begründete Schramm das Engagement seines Unternehmens für das Projekt. Dies sei und bleibe die Produktion von Nahrungsmitteln, Futtermitteln und nachwachsenden Rohstoffen in ausreichenden Mengen und mit sehr guten Qualitäten. (jst)   
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