Glyphosat

Agrarausschuss befragt Experten


Zu der öffentlichen Anhörung sind Vertreter des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) und des Deutschen Bauernverbandes (DBV) geladen. Außerdem kommen mehrere Sachverständige zu Wort wie Prof. Karen Friedrich von der National School of Public Health in Rio de Janeiro, der in der Schweiz lebende Prof. Christopher J. Portier, Prof. Ivan Rusyn, von der Texas A&M University, Prof. Helmut Greim von der Technischen Universität München und der Mediziner Prof. Eberhard Greiser.

Am Wochenende hat sich das BfR noch einmal in einer öffentlichen Stellungnahme zum Thema Glyphosat geäußert. Die Behörde verweist darin auf die Prüfung und Auswertung von mehr als 1.000 Studien, Dokumenten und Veröffentlichungen zu dem Pflanzenschutz-Wirkstoff. Das BfR komme dabei zu einer vergleichbaren Einschätzung wie die 27 anderen Pestizid-Bewertungsbehörden der Europäischen Union und auch anderer Länder sowie die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC). Die Hinweise für die Kanzerogenität von Glyphosat beim Menschen seien auf Basis der epidemiologischen Studien lediglich begrenzt („limited evidence in humans“). Zu der Bewertung einiger in der öffentlichen Debatte besonders stark beachteter Studien geht das BfR in der Stellungnahme detailliert ein. (SB)
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