FAZ-Ranking

Agrarexperte mit Einfluss

 Göttinger Agrarwissenschaftler Matin Qaim
-- , Foto: Archiv
Göttinger Agrarwissenschaftler Matin Qaim

Die FAZ-Rangliste zeigt, welche Ökonomen in Deutschland besonders viel Einfluss haben. Für die Positionierung unter den Top 100 zählen drei Kriterien: ob ein Forscher in den Medien Gehör findet, von Politikern als Ratgeber geschätzt wird und in der Wissenschaft Impulse gibt, die andere Forscher dazu bringen, die Arbeiten zu zitieren.


Der 47-Jährige Qaim ist mit Rang 13 der am besten platzierte Agrarökonom. Das ist als Neuzugang ein steiler Aufstieg. Qaim verfügt über eine hervorragende wissenschaftliche Reputation. Seit 2007 ist er Professor für Welternährungswirtschaft und Rurale Entwicklung an der Georg-August-Universität Göttingen. Er beschäftigt sich mit Fragen der Hungerbekämpfung, Entwicklungsstrategien für den ländlichen Raum und der Rolle von neuen Technologien zur Armutsbekämpfung. Seit  2009 gehört er dem Wissenschaftlichen Beirat für Agrarpolitik beim Bundeslandwirtschaftsministerium an.
Jährliche Rangliste
Die Daten erhebt die F.A.Z. in Zusammenarbeit mit dem Medienforschungsinstitut Media Tenor International, dem Verein für wissenschaftliche Politikberatung Econwatch, der Universität Düsseldorf, der Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften in Hamburg und dem Wissenschaftsverlag Elsevier. In der Gesamtverrechnung zählen der Einfluss in Medien und Politik je einfach, der in der Forschung doppelt.

Es finden sich zwei weitere Agrarwissenschaftler in der FAZ-Liste. Zum einen - ebenfalls als Neuzugang im Gesamtranking - auf Platz 27 Prof. Joachim von Braun, Direktor am Zentrum für Entwicklungsforschung der Universität Bonn. Zum anderen Prof. Folkhard Isermeyer, Präsident des Thünen-Instituts (TI) in Braunschweig. Isermeyer hat sich gegenüber dem Vorjahr um 11 Plätze verbessert und belegt nun Rang 36. 

Prof. Achim Spiller, Professur für Marketing für Lebensmittel und Agrarprodukte am Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung der Universität Göttingen, ist nicht mehr unter den Top 100 zu finden. 2016 rangierte er noch auf Platz 53. An der Spitze der Gesamtwertung 2017 steht der Präsident des Münchner Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo), Prof. Clemens Fuest. (kbo)

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