Offene Fragen

Agrarmarktstudie nur ein erster Schritt

Bei der Präsentation der Agrarmarktstudie des Thünen-Instituts und der Universität Münster wurde die Frage laut, wann denn regulierungsbedürftige Spekulation vorliegt. Mit der vorliegenden Studie „Die Bedeutung von Agrarterminmärkten für die deutsche Landwirtschaft“ sei die Frage, ob und wann exzessive Spekulation vorliege, nicht beantwortet worden, erläuterte Professor Martin Bohl während der Präsentation der Studie heute in Braunschweig. „Diese Fragestellung wird in einem zweiten Schritt erläutert“, so Bohl. 

Dieser Schritt einer weiteren Untersuchung sei aktuell in Vorbereitung, sagte Bohl auf Anfrage von agrarzeitung.de. Hierzu sei eine empirische Studie vorgesehen, die europäische Preisdaten auswerten soll, um die Frage zu beantworten, ob spekulative Blasen an den Börsen oder Kassamärkten zu beobachten sind. 

Ein weiterer Diskussionspunkt bei der Vorstellung der Studie war die Verbesserung der Transparenz an den Agrarmärkten. Forderungen bezogen sich hier auf den Aufbau eines europäischen Gegenstücks zu dem monatlichen Marktbericht „Wasde“ des US-Agrarministeriums USDA sowie darauf, Preisdaten aus dem Kassamarkt zentral zur Verfügung zu stellen. (pio)
stats