Deutschland-Polen

Agrarminister wollen EU-Bürokratie verringern


Die Vereinfachung der GAP muss ein prioritäres Ziel sein, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten gemeinsamen Erklärung von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) und seinem polnischen Amtskollegen Krzysztof Jurgiel. Durch die Vereinfachung sollen die politischen Ziele der Neuausrichtung der GAP nach 2013 sowie der angemessene Schutz der finanziellen Interessen der EU jedoch nicht in Frage gestellt werden, betonen die Minister.

Jedoch halten es die Agrarminister beider Länder für erforderlich, gemeinsame Grundsätze aufzustellen, damit die Initiative zu einem positiven Ergebnis führen kann. Landwirte sollten sich auf die landwirtschaftliche Betriebsführung konzentrieren können, statt auf die Erfüllung bürokratischer Anforderungen, so die Minister.

Integrierte ländliche Entwicklung

Als weiteren Schwerpunkt der Zusammenarbeit definieren sie die Verbesserung der Lebensfähigkeit der ländlichen Gesellschaften. Eine integrierte ländliche Entwicklung müsse auf die Bedürfnisse sowohl der ländlichen als auch der städtischen Entwicklung reagieren. Eine Sonderolle könne dabei der nachhaltigen Entwicklung der Agrar- und Ernährungswirtschaft zukommen. Erzeugung von Biomasse für Ernährung und andere Zwecke sei die Basis auch für die Entwicklung der Bioökonomie. Für dieses Feld habe die EU die Möglichkeit, weltweit führend zu werden. 

Die Erklärung ist das Ergebnis von Regierungsgesprächen zwischen beiden Ländern anlässlich des 25. Jubiläums des deutsch-polnischen Nachbarbeschaftsvertrages. (jst)
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