Deutsch-Französisches Treffen

Agrarpolitik bleibt Randnotiz


Nach einem Pressebericht wolle Hollande in diesem Gespräch auch die schwierige Lage der Landwirtschaft mitbehandeln. Diese Zusage habe er dem Präsidenten des französischen Bauernverbandes (FNSEA), Xavier Beulin, nach einer Unterredung im Elysée-Palast gegeben. Er werde sich für weitere Unterstützung der landwirtschaftlichen Erzeuger aus Mitteln der EU einsetzen, hieß es. 

Dem Deutschen Bauernverband (DBV) sind derartige Überlegungen nicht bekannt. Wie ein DBV-Sprecher gegenüber agrarzeitung.de erklärte, seien derartige Äußerungen des französischen Präsidenten angesichts erneuter Protesaktionen französischer Landwirte zwar nachvollziehbar, jedoch hätten solche Überlegungen wohl kaum Aussicht auf eine tiefergreifende Erörterung. Derzeit gebe es aus deutscher Sicht wichtigere Themen wie die Flüchtlingsdiskussion, die auch Anlass des Treffens ist. 

Unabhängig davon hatte jedoch auch der Präsident des DBV, Joachim Rukwied, am Dienstag erneut auf die wirtschaftlich schwierige Lage der Landwirte in Deutschland und Europa hingewiesen.  Verbunden damit schlug er ein zweites wirksameres Programm zur Überwindung der Liquiditätsengpässe sowie Entlastungsmaßnahmen im steuerlichen und steuerrechtlichen Bereich vor.  (jst)
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