Sachsen-Anhalt

Agrarstreit wird zur Chefsache

Landwirte und Verbände in Sachsen-Anhalt haben sich in dieser Woche mit Haseloff getroffen, um ihre Probleme im ländlichen Raum zu besprechen, nachdem in der vergangenen Woche der Dialog mit Landwirtschaftsministerin Prof. Claudia Dalbert ergebnislos abgebrochen wurde. Am Gespräch in der Staatskanzlei nahmen auch Vertreter des Ministeriums und weitere Verbände teil.

„Wir haben feststellen können, dass die Bedeutung des ländlichen Raumes wahrgenommen wurde. Wir begrüßen, dass es im Mai 2017 zu einem weiteren Gespräch mit dem Ministerpräsidenten kommen wird“, erklärte der  Präsident des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt, Olaf Feuerborn, im Anschluss an das Gespräch.

Offene Fragen bleiben

Dennoch bleiben auch nach diesem Gespräch offene Fragen. Notwendige Verbesserungen in der personellen Ausstattung der Agrarverwaltung sollen ernsthaft geprüft werden. Dazu machte Haseloff keine konkreten Zusagen. Ebenso sind Fragen zur Tierhaltung und Landnutzung noch offen. Bei den Dauerthemen Wolf und Biber, die dem ländlichen Raum besonders unter den Nägeln brennen, wurden vom Ministerpräsidenten Prüfaufträge erteilt, um den berechtigten Sorgen der Weidetierhalter und Landeigentümer Rechnung zu tragen. Insbesondere die Kostenfolgenabschätzung ist nicht geklärt, heißt es in Magdeburg. (da)
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