Nordosten

Agrarumweltmaßnahmen laufen weiter

„Die Förderung der Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen ist eine Erfolgsgeschichte; die Nachfrage im Land ist groß", so Agrarminister Till Backhaus. Auf rund 320.000 ha landwirtschaftlicher Fläche - einem Drittel der gesamten Ackerfläche in Mecklenburg-Vorpommern - werden Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen (AUMK) bislang umgesetzt.

Landwirte, die ökologische Anbauverfahren, Kulturenvielfalt im Ackerbau, naturschutzgerechte Grünlandnutzung oder umweltschonende Verfahren im Obst- und Gemüseanbau praktizieren, werden aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds zur Entwicklung des ländlichen Raumes (Eler) für Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen gefördert. Backhaus gab am Dienstag bekannt, dass die bis Ende 2021 laufenden Förderungen aller mit den Antragstellern vereinbarten Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen (AUKM) um ein weiteres Jahr verlängert werden und erst Ende 2022 auslaufen.

Derzeit seien bereits 88 Prozent der aus dem Eler für Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen verfügbaren 154,5 Mio. € ausgeschöpft oder über bestehende Verpflichtungen bis zum Ende der Planungsperiode gebunden. Mit der Verlängerung aller Maßnahmen bis 2022 würden weitere etwa 16,5 Mio. € benötigt.

Neue Anträge sowie Erweiterungs- und Ersetzungsanträge sind laut Agrarressort in Schwerin aus diesem Grund ausschließlich noch möglich für die Förderung von Blühstreifen und Blühflächen, außerdem für das emissionsarme Ausbringen von Wirtschaftsdüngern sowie für den ökologischen Landbau. Anträge für Flächenerweiterungen bereits geförderter Betriebe seien noch bis Ende Oktober 2017 möglich. (Sz)
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