GVO-Zulassungen

Agrarverbände kritisieren EU-Kommission

Auf der letzten Sitzung der EU-Kommission vor der Sommerpause stand die Gentechnik gar nicht erst auf der Tagesordnung. Die Barroso-Kommission, deren Amtszeit Ende Oktober zu Ende geht, möchte das heiße Eisen anscheinend nicht mehr anfassen.

Alarmiert sind deshalb mehrere Agrarverbände in Brüssel. Sie mahnen eine Entscheidung spätestens Anfang September an. Ansonsten sehen die Verbände durch fehlende Zulassungen in der EU die im Herbst anstehenden Mais- und Sojaeinfuhren aus Amerika in Gefahr.

Die Sorten ließen sich nicht immer trennen und zudem seien die Importeure großen rechtlichen Unsicherheiten ausgeliefert, beklagen Coceral, der Europäische Verband des Agrarhandels, die Organisation der Futtermittelhersteller (Fefac) und der Europäische Verband der Ölmühlen (Fediol).

Die Verbände sprechen vier Sorten von GV-Sojabohnen an, zwei Sorten GV-Mais, ein GV-Raps und eine GV-Baumwolle, die alle am Ende des Zulassungsprozesses stehen und für die die EU-Kommission den letzten Genehmigungsschritt hinauszögert.

Die GVO haben grünes Licht von der Europäischen Lebensmittelbehörde (Efsa) und durchliefen zudem die beiden Gremien der EU-Mitgliedstaaten ohne eindeutiges Abstimmungsergebnis. Nach Angaben der Agrarverbände sind dies der Mais MON 87460, Raps GT 73, Sojabohnen 305423, Sojabohnen MON87708, Sojabohnen MON87705, Sojabohnen BPS-CV127-9, Mais T25 und Baumwolle T304-40. (Mö)
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