Bündnis90/Die Grünen

Agrarwende wird Wahlkampfthema

Mit „Zukunft wird aus Mut gemacht", ist der Entwurf des Wahlprogramms überschrieben, das die beiden Spitzenkandidaten der Grünen, Karin Göring-Eckhardt und Cem Özdemir, heute in Berlin vorstellten. 24 Ziele sind darin definiert, darunter auch einige Standpunkte zur Landwirtschaft. Die Agrarwende will die Partei „so schnell wie möglich“ durchsetzen.

Die Grünen verfolgen das Ziel einer Landwirtschaft, die ohne Pflanzenschutzmittel und Massentierhaltung die Versorgung mit gesunden und bezahlbaren Lebensmitteln sichert und dabei den Landwirten ein gutes Auskommen verschafft. „Wir wollen in den kommenden 20 Jahren raus aus der industriellen Massentierhaltung“, heißt es in dem Entwurf. „Artenkiller“ wie Glyphosat und Neonicotinoide wollen die Grünen verbieten. Durch die Einführung einer „Pestizidabgabe“ soll der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduziert werden. Der Einsatz „alter“ und „neuer“ Methoden der Gentechnik in der Landwirtschaft wollen die Grünen per Gesetz verbieten. Für Lebensmittel fordern die Grünen weitere Kennzeichnungspflichten wie über die Art der Tierhaltung oder den Einsatz von GMO-Futtermitteln. Dies müsse auch für verarbeitete Produkte gelten.

Die Grünen planen eine Energieversorgung ohne Atomkraft und Kohle. „Wir wollen vollständig auf Erneuerbare umsteigen, Energieeffizienz, energetische Sanierungen und Energiesparen fördern und Atomkraft endgültig abschalten," steht im heute vorgestellten Programmentwurf. (da)
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