Landwirtschaftministerin Ilse Aigner zum Ergebnis des Ministerrates
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Landwirtschaftministerin Ilse Aigner zum Ergebnis des Ministerrates

Die deutschen Vorstellungen zum Greening könnten nun 1:1 umgesetzt werden, stellte Aigner am Mittwoch in einer Pressekonferenz in Berlin besonders heraus. Auf den nun verhandelten 5 Prozent ökologische Vorrangfläche ist eine bestimmte Bewirtschaftung zum Beispiel mit Eiweißfutterpflanzen möglich. Außerdem bezeichnete Aigner es als Erfolg, dass Leistungen im Rahmen von Agrarumweltmaßnahmen für das Greening anerkannt werden sollen.

Dass die EU-Agrarminister weder die vollständige Entkoppelung der Direktzahlungen noch regional einheitliche Flächenprämien, wie es sie in Deutschland schon gibt, beschlossen haben, bedauert die Bundeslandwirtschaftsministerin hingegen. Sehr erleichtert zeigte sich die Ministerin aber darüber, dass sich Mitgliedstaaten mit einer Rückkehr zu Marktsteuerung nicht durchgesetzt hätten.

Rukwied sieht neue Risiken für Bauern

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) Joachim Rukwied sieht in der Einigung sowohl positive als auch negative Ansätze. Neue Risiken für Deutschlands Bauern berge vor allem die Debatte über die künftige Ausgestaltung der sogenannten finanziellen Disziplin.

Im Falle nicht ausreichender Finanzmittel soll nach dem jetzt formulierten allgemeinen Standpunkt des Ministerrates keine lineare Kürzung des Direktausgleichs erfolgen, sondern eine größenunabhängige. Das würde erneut eine Umverteilung innerhalb der EU zu Lasten Deutschlands hervorrufen. (az)
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