Mit den Belangen der Landwirte kennt sich die frühere Bundesagrarministerin Ilse Aigner gut aus. Deshalb war die Stimmung herzlich, als sie in der Funktion als Ministerin für Wirtschaft und Energie in Bayern auch Vertreter der Landwirtschaft zum „Energiedialog Bayern“ begrüsste. 

„Die Land- und Forstwirte sind ein wichtiger Motor für die Energiewende“, sagte der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl vor Beginn des Treffens. Gerade dezentrale Biomasse-Anlagen können einen wichtigen Beitrag für die Versorgungssicherheit leisten und Energie dann liefern, wenn keine Windkraft oder Solarenergie zur Verfügung steht.“

Um den Netzausbau und damit den Flächenverbrauch sowie die Kosten möglichst gering zu halten, sollten Speichertechnologien weiter erforscht und gefördert werden, forderte Heidl. Dort wo tatsächlich neue Leitungen nötig werden, müssen die Anliegen der Grundstückseigentümer und Landwirte ernst genommen werden. 

Zudem dürften durch die Energiewende nicht noch zusätzliche Flächen für Ausgleichsmaßnahmen beansprucht werden. Heute wird die Bundesnetzagentur in Berlin einen neuen Verlauf für die umstrittene Süd-Ost-Stromtrasse von Sachsen Anhalt nach Augsburg in Bayern vorstellen.

Aigner will die Ergebnisses des Energie-Dialogs im neuen Jahr in Berlin vorstellen. (da)
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