Sachsen-Anhalt

Aktionsplan für ökologische Landwirtschaft


Landesregierung und Verbände haben sich dafür auf einen Aktionsplan verständigt, der am Montag auf der Fachtagung „Perspektiven für mehr Ökolandbau in Sachsen-Anhalt“ in Bernburg vorgestellt wurde.

Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Hermann Onko Aeikens (CDU) sagte, der ökologische Landbau erbringe einen wichtigen Beitrag zur Sicherung unserer natürlichen Lebensgrundlage. „Landwirtschaft trägt gegenüber unserer natürlichen Umwelt eine ganz besondere Verantwortung, weil sie großräumig auf den Naturhaushalt einwirkt. Je behutsamer sie dabei vorgeht, je ressourcenschonender sie agiert, umso wichtiger ist sie für uns auch im Blick auf unsere Verantwortung für kommende Generationen",, so Aeikens. In erster Linie liege es in der Hand der Landwirte, den ökologischen Landbau voranzubringen. Das Land werde, so Aeikens, den Ökolandbau langfristig und stabil fördern: „Wir stehen zu unserem Engagement für die ökologische Landwirtschaft.“

Aktionsplan für mehr ökologische Landwirtschaft

Weitere Schwerpunkte im Öko-Aktionsplan sind der Ausbau der regionalen Wertschöpfung (Veredlung, Verarbeitung und Vermarktung) zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, eine umfassende Informations- und Verbraucheraufklärung, der Ausbau von Bildung und Beratung mit besonderer Berücksichtigung der Ausbildung von Nachwuchskräften in der landwirtschaftlichen Erzeugung sowie der deutliche Ausbau der Forschung.

Im Jahr 2014 wirtschafteten in Sachsen-Anhalt 554 ökologisch orientierte Unternehmen, davon 376 landwirtschaftliche Betriebe auf rund 55.600 ha, das waren 4,8 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Das Land fördert den Ökolandbau jährlich mit rund 8,5 Millionen Euro. Darüber hinaus erhalten Ökobetriebe Mittel der investiven Förderung durch das Agrarinvestitionsförderprogramm. (mrs)
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