Bauerntag

Aktionsplan soll Krise abfedern


Angesichts der Preiskrisen bei Milch und Schweinefleisch fordert das Präsidium des Deutschen Bauernverbandes (DBV) einen Aktionsplan für die heimische Landwirtschaft, wie der DBV jetzt anlässlich des Bauerntags in Hannover mitteilte. Der Aktionsplan umfasst Forderungen an die Politik für kurzfristige Unterstützungsmaßnahmen, den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) sowie an Milchwirtschaft und Molkereien. Zudem hat das Präsidium ein Positionspapier zur Neugestaltung der Lieferbeziehungen zwischen Milchbauern und Molkereien verfasst.

Steuerliche Freibeträge und Risikovorsorge

Von der Politik fordert der DBV als Unterstützung für gebeutelte Betriebe einen Bundeszuschuss zur Landwirtschaftlichen Unfallversicherung, steuerliche Freibeträge zur Tilgung von Liquiditätshilfen, Entlastung bei der Agrardieselbesteuerung und die Ausweitung der steuerlichen Risikovorsorgemöglichkeiten, aber auch Liquiditätshilfe- und Bürgschaftsprogramme.

Ein Dorn im Auge ist den DBV-Funktionären die Marktmacht des Lebensmitteleinzelhandels (LEH). „Der missbräuchlichen Ausnutzung durch den Lebensmitteleinzelhandel müssten wirksame kartell- und wettbewerbsrechtliche Grenzen gesetzt werden“, teilt der DBV dazu mit. Im Rahmen der Fusionskontrolle seien weitere Übernahmen durch die vier größten Konzerne des LEH zu untersagen.Speziell zum Milchmarkt fordert das DBV-Präsidium von LEH und Molkereien „sofortige Nachverhandlungen, um zu einer Erholung der Preise beizutragen“. (pio)
stats