Allianz

Aktiver Gewässerschutz in Schleswig-Holstein

Nach vielen Sitzungen und Beratungen steht nun die  Allianz für Gewässerschutz 2017 in Schleswig-Holstein. Zu den von Agrarministerium und Landesbauernverband vereinbarten Maßnahmen gehören Empfehlungen für eine nährstoffarme Fütterung der Tiere, die Einrichtung einer Nährstoffbörse, Beratung bei gewässerschonenden Ausbringungstechniken, Verbesserungen bei der Lagerung von Silage und Festmist sowie die freiwillige Einrichtung von breiteren Gewässerrandstreifen. 

Am Beispiel Gewässerrandstreifen wird deutlich, wie künftig Bundesverordnungen durch Ländervorschriften in Schleswig-Holstein ergänzt werden. Übergeordnet wird die geltende Vorschrift, einen Gewässerrandstreifen von einem Meter anzulegen, um eine Verordnungsermächtigung ergänzt. Damit könnte ein breiterer Randstreifen durchgesetzt werden. Davon soll zunächst aber kein Gebrauch gemacht werden, betont das Agrarministerium in Kiel. Im Gegenzug aber müssen die Landwirte sich bis 2017 darum bemühen, dass mindestens an 600 der insgesamt 1.200 km Vorranggewässer Gewässerrandstreifen auf freiwilliger Basis entstehen. Auf diesen sind dann Grünlandumbruch, Düngemittel- und Pflanzenschutzmitteleinsatz verboten. Entschädigungszahlungen sind vorgesehen. 

Auch das Verbot, Wirtschaftsdünger auf gefrorenem Böden auszubringen, soll angepasst  werden. Agrarminister Robert Habeck will sich darum bemühen, dass in der neuen Düngeverordnung länderspezifische Regelungen aufgenommen werden. Damit könnte eine Ausbringung auf gefrorenen Böden in Schleswig-Holstein ermöglicht werden, sofern eine Abschwemmung in Oberflächengewässer ausgeschlossen ist. (da)
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