Vorreiter

Aldi verbannt Neonicotinoide


Streichliste
Auf einen Verzicht von Chlorpyrifos, Clothianidin, Cypermethrin, Deltamethrin, Fipronil, Imidacloprid, Sulfoxaflor und Thiamethoxam will Aldi Süd die Lieferanten verpflichten. Pflanzenschutzmittel mit Chlorpyrifos und Sulfoxaflor sind allerdings zurzeit in Deutschland nicht zugelassen. Fipronil dürfen Landwirte als Ausnahme auf Kartoffeläckern nutzen. Die anderen Wirkstoffe haben Zulassungen in Gemüse, Salat, Kräutern oder Obst.
Aldi Süd will Obst und Gemüse für seine Märkte vorerst in Deutschland ohne acht bienengefährdende Insektizide anbauen lassen, berichtet die Umweltorganisation Greenpeace. Seit 1. Januar 2016 fordere das Unternehmen von seinen Lieferanten, unter anderem auf Wirkstoffe aus der Gruppe der Neonicotinoide zu verzichten, heißt es in einem Schreiben des Konzerns, das Greenpeace vorliegt.

Greenpeace führt die Entscheidung des Discounters auf seine Protestaktionen vor Supermärkten im Oktober 2015 zurück. „Unsere Kampagne trägt nun beim Einzelhandel erste Früchte“, sagt Christiane Huxdorff, Landwirtschaftsexpertin von Greenpeace. Sie bezeichnet Aldi Süd als „Vorreiter“ und fordert andere Supermärkte auf, diesem ersten Schritt zu folgen.“

Greenpeace fordert außerdem von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) und vom Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, sich für einen ambitionierten Plan zur Verringerung von Pestiziden auf dem Acker einzusetzen. (db)
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