AMK

Alles kommt auf den Tisch


Die harten Verhandlungen hatten bei den Ministern Onko Aikens, Priska Hinz, Christian Schmidt, Ulrike Höfken und Till Backhaus (von links) spuren hinterlassen.
-- , Foto: da
Die harten Verhandlungen hatten bei den Ministern Onko Aikens, Priska Hinz, Christian Schmidt, Ulrike Höfken und Till Backhaus (von links) spuren hinterlassen.

In letzter Minute hat sich die Agrarministerkonferenz heute in Fulda auf einen gemeinsamen Beschluss zur Milchkrise geeinigt. Auf Drängen der grünen Minister sowie der AMK-Vorsitzenden Priska Hinz sollen alle Instrumente der Mengensteuerung geprüft nehmen. Dabei geht es vor allem um Mengenregulierungen, ohne die Quote wieder einzuführen. Hessen will dazu noch in diesem Jahr einen Runden Tisch organisieren. Dort sollen Vertreter von Wissenschaft, Politik, Landwirtschaft, Molkereien und Handel über flexible Angebotssteuerung sprechen.

Bundesagrarminister Christian Schmidt will darüber hinaus auf EU-Ebene die Vorschläge der AMK einbringen. Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsminister Onko Aeikens äußerte seine Skepsis über die Angebotssteuerung. "Wir haben weder das Geld noch die Rechtsgrundlage die angebrachte Angebotssteuerung durchzusetzen", sagte er in Fulda. Denn wir müssen auch über Nebeneffekte von Mengenregulierungen zum Beispiel auf Fleisch und Futter diskutieren.

Die Teilnehmer der AMK haben extrem um den Beschluss zum Milchmarkt gerungen. Teilweise droht die AMK zu platzen. Till Backhaus begrüßte deshalb sehr, dass es in letzter Minute eine Einigung gab. Bundesagrarminister Schmidt stellte sich anschliessend den Fragen der Landwirte die zwischenzeitlich die AMK sprengten. (da)

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