Phil Hogan

Anerkennung im Parlament

Die Abschaffung der Milchquoten bringe den Erzeugern neue Chancen, betonte Phil Hogan während seiner Anhörung im Europaparlament. Er begrüßt deshalb das Ende der  Mengenbeschränkungen für Milch und für Zucker. Zudem sollten Forschung und Innovation die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe verbessern.

Hogan steht hinter der jüngsten Agrarreform und dem Greening. Allerdings will er für eine möglichst einfache Umsetzung sorgen. In enger Zusammenarbeit mit den EU-Mitgliedstaaten sollen die Erfahrungen im ersten Jahr der Reform ausgewertet werden. 2016 folgten dann Vorschläge für die Vereinfachung der neuen Umweltauflagen. Weiterhin will der designierte EU-Agrarkommissar die Überarbeitung der EU-Ökoverordnung voranbringen.

Eine seiner ersten Aufgaben im Falle der Ernennung werden die Hilfen für EU-Landwirte wegen des Russlandembargos sein. In der Anhörung stellte Hogan klar, dass er den von den Landwirten finanzierten Krisenfonds im EU-Agrarhaushalt möglichst außen vor lassen möchte, um die Branche nicht zu belasten. Stattdessen möchte er genau wie Amtsinhaber Dacian Ciolos, möglichst verbleibende Margen aus EU-Agrarhaushalt 2015 für die Russlandhilfen nutzen.

Weil Hogan die Produktion und die Wettbewerbsfähigkeit in den Vordergrund stellte, konnte er bei vielen Abgeordneten Punkten. In den TTIP-Verhandlungen mit den USA will der Ire den Außenschutz für Rindfleisch und andere sensible Agrarprodukte verteidigen. Zweifel bleiben im Europaparlament eher bei den Grünen, die ein entschiedenes Engagement für umweltfreundliche Erzeugung vermissen. (Mö)
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