Klimaschutzplan

Anhörung sorgt für Frustration

Aus Sicht von Wirtschaftsverbänden fehle dem Klimaschutzplan 2050 der Bezug zur Realität, äußerten verschiedene an der Veranstaltung als Zuhörer Beteiligte gegenüber agrarzeitung.de. Es werde klar erkennbar, dass es sich bei dem Projekt um ein politisch getriebenes Vorhaben handele, welches die tatsächlichen Gegebenheiten in Praxis unzureichend berücksichtige.

Die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher (AGR) sieht sogar "eklatante Widersprüche" in dem vorgelegten Entwurf. Gerade der angestrebte Klimaschutz sei durch die vorgeschlagenen Maßnahmen in Gefahr, heißt in einer Mitteilung des Verbandes. Es erheben sich beispielsweise die Frage, woher angesichts der geplanten Nutzungseinschränkungen im heimischen Wald  die steigende Holznachfrage beim ökologischen und energieeffizienten Holzbau kommen solle. Geplante Stilllegungen würden darüber hinaus die wirtschaftliche Grundlage vieler Betreibe in Deutschland vorwiegend im ländlichen Raum bedrohen, so die AGR.

Aus Sicht verschiedener Umweltverbände dagegen seien die im Klimaschutzplan vorgelegten Ziele  unzureichend. So fordert der Verein Bioland die Bundesregierung auf, den Klimaschutzplan deutlich nachzubessern. Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND) warnt vor der Aufweichung der Ziele. Es sei absolut unwürdig, wie der Klimaschutzplan 2050 derzeit vom Kanzleramt und einigen Ministerien bis zur Bedeutungslosigkeit geschrumpft werde, so der BUND. (jst)  
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