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Zunehmende Resistenzen gegen Antibiotika führen sowohl in der Tiermedizin als auch in der Humanmedizin zu Problemen. Wie in der Rinderhaltung verantwortungsbewusst mit Antibiotika umgegangen werden kann - und somit der Resistenzentwicklung entgegengewirkt wird - möchte die AG-Vetmedia der Freien Universität Berlin auf ihrer Website www.vetabis.de vermitteln.

Obwohl sich die Seite in erster Linie an Tierärzte richtet, ist auch ein Bereich für Tierhalter eingerichtet worden, der auch für Landwirte interessante Inhalte bereit hält. Dort wird unter anderem beschrieben, welche Faktoren eine Resistenzbildung begünstigen. Acht Grundregeln zum Einsatz von Antibiotika werden aufgelistet. Diese ergeben sich aus den "Leitlinien für den verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika als Tierarzneimittel und leistungsfördernde Futterzusätze". Diese Leitlinien haben die Mitglieder des Bundesverbandes für Tiergesundheit 1999 beschlossen. Unter dem Stichwort "Arzneimittelrecht" finden Landwirte wichtige gesetzliche Bestimmungen. Es geht um den Erwerb und die Anwendung von Antibiotika, Mindestwartezeiten, Verbote, Lagerung, Nachweis- und Aufzeichnungspflichten, Fütterungsarzneimittel und die Ahndung von Verstößen.

Unter der Rubrik "Vorbeugung" werden Maßnahmen genannt, mit denen der Verbrauch von Antibiotika verringert werden kann. Angesprochen werden Diagnostik, die Impfstrategie und Kontrollmaßnahmen. Dagegen fehlen Anregungen, wie etwa die körpereigenen Abwehrkräfte der Tiere gestärkt werden können, um Krankheiten vorzubeugen. Alternativen zum Einsatz von Antibiotika in der Rinderhaltung möchte die AG-Vetmedia auch aufzeigen. In der entsprechenden Rubrik finden sich derzeit erst zwei Beiträge. Eine Erweiterung sei aber in Arbeit. (js)
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