Geflügelfleisch

Antibiotikarückstände unter Limit

Rückstände von Antibiotika finden sich in Hähnchenfleisch nur selten.
-- , Foto: SB
Rückstände von Antibiotika finden sich in Hähnchenfleisch nur selten.

Bei 209 Geflügelfleischproben, die amtliche Kontrolleure im vergangenen Jahr im Einzelhandel nahmen, wies nur eine einzige eine Grenzwertüberschreitung auf. In knapp 30 Prozent der Putenfleischproben fanden die Überwachungsbehörden geringe Rückstände von Antibiotika. Bei Hähnchenfleisch konnten in 4,8 Prozent der Proben geringe Mengen nachgewiesen werden. Gefunden wurden vor allem Rückstände aus der Gruppe der Tetracycline sowie der Fluorchinolone, teilte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mit. Dabei lagen die nachweisbaren Antibiotikagehalte bis in einem Fall deutlich unter den zulässigen Höchstmengen. Lediglich bei einer Probe Hähnchenfleisch wurde die zulässige Rückstandshöchstmenge überschritten.

Fisch aus Aquakulturen höher belastet

„Eine Herausforderung stellt seit Jahren die Belastung von Fisch, der in Aquakulturen in Drittländern produziert wird, mit Antibiotika bzw. Antiparasitika dar“, erklärte Dr. Gerd Fricke, Abteilungsleiter Lebensmittelsicherheit im BVL. „Die meisten Fische aus Aquakultur stammen aus Asien. Während in der EU der Antibiotikaeinsatz streng reglementiert ist, werden in Drittländern weitaus mehr Antibiotika bzw. Antiparasitika verschiedener Substanzklassen eingesetzt.“

Von 158 untersuchten Proben See- und Süßwasserfisch aus Aquakulturen aus Drittländern mussten sechs Proben (3,8 Prozent) von Süßwasserfischen beanstandet werden. In drei Fällen wurde eine gesetzliche Höchstmengenüberschreitung festgestellt und in drei Proben aus Vietnam wurden die gegen Parasiten wirksamen Substanzen Leukomalachitgrün/Malachitgrün gefunden, die in der EU nicht zur Behandlung von Lebensmittel liefernden Tieren eingesetzt werden dürfen. (SB)
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