Bayern

Asylbewerber für Grüne Berufe begeistern


In Bayern soll Asylbewerbern mit Bleibeperspektive der Einstieg in die Arbeitswelt erleichtert werden. Dazu hat das Landwirtschaftsministerium eine Infokampagne speziell für „Grüne Berufe“ wie Gärtner oder Landwirt gestartet. „Eine fundierte Ausbildung im Agrarbereich ist gerade für praktisch oder technisch begabte Asylsuchende der optimale Start ins Arbeitsleben und damit ein wertvoller Beitrag zur Integration“, sagte der bayerische Agrarminister Helmut Brunner in München.

Die an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten beschäftigten staatlichen Agrarbildungsberater sollen künftig in den Integrationsklassen der Berufsschulen gezielt über die Grünen Berufe informieren und Praktika in anerkannten Ausbildungsbetrieben vermitteln. Um den sprachlichen Zugang zu erleichtern, sollen zudem Infobroschüren über die Agrarberufe in die wichtigsten Herkunftssprachen übersetzt werden.

Kooperation mit Verbänden und Agentur für Arbeit

Unverzichtbar ist dem Minister zufolge aber auch eine gute Betreuung während der Lehrzeit. Deshalb sollen die Bildungsberater intensiv mit berufsständischen Organisationen und Verbänden sowie mit der Agentur für Arbeit (BA) zusammenarbeiten, die zahlreiche unterstützende Angebote parat hat. Ausgesprochen erfolgversprechend beurteilt Klaus Beier von der Regionaldirektion Bayern der BA die Initiative: „Gemeinsam mit den Akteuren der Landwirtschaftsverwaltung und den Fördermitteln aus unserem mit 75 Millionen Euro ausgestatteten 'Arbeitsmarktprogramm Flucht' sehe ich beste Voraussetzungen, unter den Menschen mit Fluchthintergrund junge Nachwuchskräfte für die duale Ausbildung zu gewinnen."

Profitieren werden laut Brunner auch die Ausbildungsbetriebe. Ihnen stehen künftig qualifizierte Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Beschäftigung von Asylbewerbern zur Verfügung. Detailinfos liefert auch die Broschüre „Potenzial nutzen – geflüchtete Menschen beschäftigen“ der Agentur für Arbeit. (SB)
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