Vogelgrippe

Auffällige Befunde in Niedersachsen

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer hat am Mittwochabend den Landtag über zwei Fälle unterrichtet, in denen es einen Verdacht auf Vogelgrippe gibt. Bei einer im Landkreis Cuxhaven erlegten Stockente war durch das Veterinäramt Oldenburg der Erreger der Vogelgrippe nachgewiesen worden. Meyer bestätigte: „Es handelt sich in diesem Fall um das Aviäre Influenzavirus H5N1. Die Proben sind bereits an das nationale Referenzlabor des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) auf der Insel Riems gesandt worden.“ Die Ergebnisse sollen zeitnah vorliegen. Meyer fügte hinzu: „In der näheren Umgebung des Abschussortes sind keine Geflügelhaltungen vorhanden.“

Referenzlabor untersucht Proben

Beim zweiten Fall im Landkreis Lüneburg sind im Rahmen des Hausgeflügelmonitorings auf einem Betrieb mit Enten- und Gänsehaltung H5-Antikörper festgestellt worden. Auch diese Proben werden zur endgültigen Abklärung an das Referenzlabor auf der Insel Riems übersandt. Der Minister stellte klar, dass es sich bei diesem Befund nicht um den Nachweis des Erregers, sondern allein um die Feststellung von Antikörpern handelt. Erst das offizielle FLI-Ergebnis wird zeigen, ob die Tiere tatsächlich auch an Vogelgrippe erkrankt sind.

Ein endgültiges Ergebnis der beiden Befunde liegt noch nicht vor. Geflügelhalter sollen Verdachtsmomente unmittelbar beim zuständigen Veterinäramt melden. Vor zehn Tagen gab es zwei Funde von Vogelgrippe in Bayern. Doch handelte es sich den weniger starken Influenzavirus H5N2. (da)
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