Freilandeier

Aufhebung von Stallpflicht kommt zu früh

Erst waren Freilandhalter mit der Stallpflicht wegen der Vogelgrippe unzufrieden. Jetzt sind sie auch nicht glücklich über die Aufhebung der landesweiten Aufstallpflicht. „Die Verfügbarkeit von Freilandeiern bleibt eingeschränkt", heißt es beim Geflügelwirtschaftsverband Schleswig-Holstein. „Es wird den Schleswig-Holsteinischen Landwirten nicht von heute auf morgen möglich sein, Eier aus Freilandhaltung in ausreichendem Maße zur Verfügung zu stellen“, sagt Hans-Peter Goldnick, Vorsitzender des Verbandes und selbst Legehennenhalter. „Die Eier aus Freilandhaltung müssen ja erst noch gelegt werden“, so Goldnick. Am Mittwoch hat Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) die landesweite Stallpflicht aufgehoben. Die Umsetzung der Entscheidung liege nun bei den Kreisveterinärbehörden, erläutert Goldnick. Insofern sei mit zeitlichen Abweichungen von Kreis zu Kreis zu rechnen, je nach Veröffentlichung der neuen Vorgaben in den Amtsblättern der Kreise. „Die Aufhebung kommt zu früh.“ Schließlich sei die Viruslast in der Wildvogelpopulation immer noch vorhanden. Man hätte das Auslaufen der verbliebenen Restriktionsgebiete in den südlichen Kreisgebieten abwarten sollen, teilte der Verband mit. (da)
stats