Resistenzen

Auflagen für US-Maisanbauer


Drei Maßnahmen will die US-Umweltbehörde (EPA) in Regionen vorschreiben, wo Maissorten, in die das Bacillus thuringiensis (Bt) eingebaut ist, sich nicht mehr selbst gegen den Maiszünsler schützen. Erstens sollen die Landwirte zur Fruchtfolge verpflichtet werden. Zweitens sollen sie Sorten wählen, die mehr als nur ein Bt-Toxin enthalten. Und drittens sollen integrierte Pflanzenschutzstrategien die Regel werden.

Die EPA hofft, so die Resistenzentwicklung aufhalten oder wenigstens verzögern zu können. Grundsätzlich äußert sich die Umweltbehörde aber positiv über die gentechnisch in die Maispflanzen eingebauten Bt-Toxine. Bei sachgerechter Anwendung könnten der Einsatz konventioneller Insektizide deutlich gesenkt werden. Die Belastung für die Umwelt und die menschliche Gesundheit werde verringert, so die EPA.

Noch bis Montag in einer Woche führt die EPA eine öffentliche Anhörung zu geplanten Beschränkungen des Maisanbaus mit Bt-Sorten durch. Stellung beziehen können Landwirte, Umweltverbände, Saatgut- und Pflanzenschutzanbieter, Wissenschaftler und alle Interessierten. Die Behörde ist nach eigenem Bekunden auch offen für alternative Vorschläge, um die Resistenzentwicklung eindämmen zu können.

Außerdem aktualisiert zurzeit der Nationale Forschungsrat der USA einen Bericht zur Sicherheit von gentechnisch veränderten Pflanzen auf dem Acker und in der Ernährung. In den USA ist die Stimmung zur Gentechnik zwar bei weitem nicht so ablehnend wie in Europa. Gleichwohl wird die Regulierung in den USA aufwendiger. Ein politischer Kommentator in Washington merkt an, dass eine biotechnologische Zulassung heute mehr als drei Jahre beansprucht. Vor zehn Jahren hätte sie gerade ein Jahr oder maximal 18 Monate gebraucht. (db)
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