Schleswig-Holstein ist über das Europäische Schnellwarnsystem darüber informiert worden, dass Fleischerzeugnisse, die in Dänemark nach dem Auftauchen von Listerien vorsorglich zurückgerufen wurden, auch nach Schleswig-Holstein gelangt sind. Sie wurden nach derzeitigen Erkenntnissen der dänischen Behörden an ein Geschäft des deutsch-dänischen Grenzhandels im Kreis Schleswig-Flensburg geliefert.

Geringe Ansprüche

Listerien sind nach Angaben des Bundesinstitut für Risikobewertung Bakterien, die zur Vermehrung nur geringe Ansprüche an ihre Umgebung stellen und deshalb weit verbreitet in der Umwelt vorkommen. Nicht alle Listerien verursachen Erkrankungen. Von besonderer Bedeutung als Infektionsursache für den Menschen ist das Bakterium Listeria monocytogenes. Es kann in einer Reihe von Lebensmitteln vorkommen, insbesondere in Wurst und Milchprodukten. (az)

Die Fleischerzeugnisse stammen von der dänischen Firma Jørn A. Rullepølser A/S. Bei dieser Firma wurden nach Informationen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelmittelsicherheit in einem Lammfleischprodukt laut Schnellwarnung Listerien oberhalb des Grenzwertes von 100 koloniebildenden Einheiten nachgewiesen.

Dieses Produkt ist nach bisherigem Kenntnisstand nicht nach Schleswig-Holstein gelangt. Allerdings haben die dänischen Behörden als Vorsichtsmaßnahme alle weiteren möglicherweise betroffenen Produkte des Herstellers, die nach dem 28. April hergestellt worden sind, zurückgerufen. Dabei handelt es sich um insgesamt 160 kg Fleischerzeugnisse. (da)
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