Gestern wurden in dem Weißstorchbestand des Rostocker Zoos das Vogelgrippevirus vom Subtyp H5N8 nachgewiesen. Der Zoo bleibt bis zur Auswertung der Laborproben bis einschließlich Montag, 12. Januar 2015, geschlossen. „Wir müssen vorsichtig sein und alles dafür tun, um eine Ausbreitung der Seuche zu verhindern", sagt Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz in Mecklenburg-Vorpommern.

Für das gesamte Rostocker Stadtgebiet gilt ein Aufstallgebot. „Damit soll ein potentieller Verbreitungsweg über die Umwelt unterbunden werden", so Backhaus. In einem Radius von 10 km um den Zoo wird darüber hinaus vorsorglich eine Überwachungszone eingerichtet, innerhalb derer die Geflügelhaltungen ebenfalls untersucht und ggf. beprobt werden.

Die epidemiologischen Untersuchungen laufen indes weiter. Sicher ist, dass die betroffenen Weißstörche Vogelgrippeviren aufwiesen. Eine amtliche Verifizierung steht noch aus. Auch wurden 20 Futterproben untersucht, darunter fast ausschließlich Eintagskücken, die alle negativ ausfielen, also keine Vogelgrippeviren in sich trugen. 

Bisher mussten mit 12 Weißstörchen, 25 Enten und 5 Gänsen insgesamt 42 Tiere getötet werden. „Von einer weiteren Tötung wird vorerst abgesehen, da im Zoo seltene Vogelarten leben, die unter besonderem internationalen Schutz stehen. Wir behalten uns jedoch weitere Schritte vor", erklärte der Minister. (az)
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