Wirtschaftsdünger

Ausbringzeit wird knapp

Bundesländer sollen den Entwurf der Düngeverordnung prüfen
-- , Foto: Thomas Max Müller / Pixelio
Bundesländer sollen den Entwurf der Düngeverordnung prüfen

Lange war um den Entwurf einer novellierten Düngeverordnung gerungen worden. Nach dem federführenden Bundesagrarministerium hat nun auch das Bundesumweltministerium seine Zustimmung für eine erste Fassung gegeben.

In der nun vorliegenden Fassung bleibt es bei den bislang bekannten Änderungen. Die Sperrfrist für die Ausbringung von Wirtschaftsdünger und das ist neu, auch für Gärsubstrate beginnt für Ackerland am 1. Oktober und endet am 31. Januar eines Jahres. Für Grünland startet die Sperrfrist einen Monat später am 1. November bis ebenfalls Ende Januar.

Die knappe Zeit für die Ausbringung dürfte einige Betriebe in Schwierigkeiten bringen. Gerade wenn wie in diesem Jahr sich die Ernte lange hinzieht und bis Anfang September andauert, wird es eng mit dem Zeitplan, um noch Gülle auszubringen.

Neu in die Düngeverordnung aufgenommen, wird nun auch die bisher im Wasserrecht verankerte Regelung zur Lagerung von Jauche, Gülle und Sickersaft. Diese Verordnung, die dem Bundesumweltministerium zugeordnet war, konnte bisher von den Ländern umgesetzt werden. Nun soll diese Regel zur Lagerhaltung in die Novelle der Düngeverordnung wandern und damit für alle Regionen von Flensburg bis zum Bodensee gelten.

Der Lagerraum für flüssige Wirtschaftsdünger musste bisher das Volumen von sechs Monaten aufnehmen. Nun ist geregelt, dass Betriebe voraussichtlich ab 3 Großvieheinheiten und ohne eigene Flächen für neun Monate vorhalten müssen. Allerdings wird es hier eine Übergangsfrist geben und die Regelung von neun Monaten erst ab 2020 gelten. (da)
stats