Photovoltaik

Ausgrenzung der „Bürgerenergie“ beklagt


Für die Ergebnisse der ersten Ausschreibung für Photovoltaik-Anlagen interessiert sich die Fraktion Die Linke. Die Abgeordneten wollen wissen, ob tatsächlich elf von 25 Zuschlägen an nur eine Firma gingen. Die Bundesregierung soll angeben, wie sie den Befürchtungen entgegentreten will, dass die „Bürgerenergie“ durch die Art der Ausschreibungen aus dem Markt gedrängt werde. 


Die Linke stellt heraus, dass kein Bürgerenergieprojekt in der ersten Ausschreibungsrunde für Photovoltaik-Freiflächenanlagen, die am 15. April 2015 endete, einen Zuschlag erhalten habe. Damit sei unter anderem das Ziel der Akteursvielfalt „klar verfehlt“. Denn Akteursvielfalt meine, dass Bürgerenergieprojekte zum Zuge kämen. Die Fraktion zitiert den Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband (RWGV), der die Aktivitäten und damit die Attraktivität von Energiegenossenschaften als deutlich eingeschränkt bezeichnet. Die Vorgaben der Ausschreibung seien zu komplex und kostenträchtig, weshalb Energiegenossenschaften bei den Verfahren für Photovoltaik-Freiflächenanlagen nicht zum Zuge gekommen seien.


Laut eines Berichtes in einem Fachmagazin hat einer der weltweit größten Projektentwickler für Solarparks und Dachanlagen elf von 25 Zuschlägen für sich gesichert. Die aktuelle zweite Ausschreibungsphase läuft noch bis zum 1. August. (kbo)
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