Arbeitsgemeinschaft Glyphosat

Ausschuss ignoriert Fakten

Hersteller kämpfen für Glyphosat
In der Arbeitsgemeinschaft Glyphosat engagieren sich die Unternehmen Adama Deutschland GmbH, Cheminova Deutschland GmbH & Co. KG, Dow AgroSciences GmbH, Helm AG, Monsanto Agrar Deutschland GmbH, Nufarm Deutschland GmbH, Syngenta Agro GmbH.
Nachdem sich der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments gegen eine Zulassungsverlängerung für Glyphosat ausgesprochen hat, fordert die Arbeitsgemeinschaft Glyphosat (AGG) erneut eine wissenschaftlich fundierte Entscheidung. Die AGG habe Verständnis dafür, dass über die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln teilweise kontrovers in der Öffentlichkeit diskutiert wird, heißt es in einer Mitteilung. „Allerdings enthielt die Beschlussvorlage, die im Europäischen Parlament diskutiert wurde, eine Reihe von Feststellungen, die unbegründet und nicht wissenschaftlich haltbar sind“, kritisiert die AGG.

Auch würden die Ergebnisse der umfangreichen und gründlichen Begutachtungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) völlig außer Acht gelassen. Entscheidungen müssten jedoch auf Grundlage einer fachlichen Bewertung durch die zuständigen Experten getroffen werden, fordert die AGG.

„Wir vertrauen darauf, dass dieser Prozess der erneuten Wirkstoffzulassung dem vorgesehenen Prozedere folgt und nach den geltenden Regeln einer fachlichen Bewertung abläuft“, heißt es in der Erklärung weiter. „Wir sind zuversichtlich, dass Glyphosat als umfassend geprüfter Wirkstoff den Landwirten auch weiter zur Verfügung stehen wird", kommentiert Ursula Lüttmer-Ouazane, Sprecherin der AGG die Diskussion in Brüssel. (SB)
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