Milchmarkt

Auszahlungspreis könnte leicht steigen

Der Verband wies heute darauf hin, dass die Erlöse für Produkte mit längerer Haltbarkeit wie Butter, Milchpulver und Kondensmilch nur etwa ein Viertel des Erzeugerpreises für Rohmilch ausmachen. Demzufolge könne die Preisentwicklung bei Butter nicht „eins zu eins“ auf den Milcherzeugerpreis übertragen werden.

Ursachen des Preisanstiegs bei Butter sind nach Angaben von Marktexperten, wie es beim DBV heißt, die vermehrte Nachfrage nach fetthaltigen Produkten im In- und Ausland, das verbesserte Verbraucherimage von Butter, die gestiegene und ebenfalls rahmbindende Käseherstellung sowie der saisonale und auch absolute Rückgang der Fettgehalte in der Rohmilch in diesem Jahr.

DBV rechnet mit moderatem Milchpreisanstieg

Trotz der belebenden Impulse vom Butter- und Käsemarkt, wirkten die anhaltend schwachen Preise auf der Proteinseite und hier vor allem beim Magermilchpulver weiter dämpfend auf Milcherzeugerpreise, betonte der DBV. Es sei deshalb vor diesem Hintergrund nicht davon auszugehen, dass die Rohmilchpreise "in den Himmel wachsen". Wahrscheinlicher sei vielmehr ein moderater Anstieg der Milchauszahlungspreise für die Milchbauern. Derzeit erhielten sie im Schnitt einen Milchpreis von rund 33 ct/kg. Für die kommenden zwölf Monate könnten sich Marktakteure zudem an den Warenterminbörsen einen Milchpreis in Höhe von umgerechnet etwa 37 ct/kg absichern. (mrs)
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