Milchmarkt

BDM besteht auf erweitertem Sicherheitsnetz


Auf Seiten der Politik sei es versäumt worden, eine wirksame Nachfolgeregelung für die Zeit nach dem Auslaufen der Milchquote zu entwickeln, sagt Hans Foldenauer, Sprecher des BDM. Dennoch würden die Bemühungen in dieser Richtung auch von seiner Organisation intensiv fortgeführt werden. So halte er sich derzeit in Brüssel zu Gesprächen über dieses Thema mit der Kommission auf, bestätigte Foldenauer im Gespräch mit agrarzeitung.de. Es sei bedauerlich, dass im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) auf der Ebene des Fachreferates keine Offenheit gegenüber neuen Instrumenten zur Sicherung des Milchmarktes gezeigt werde. Dagegen habe Bundeslandwirtschaftsminisiter Christian Schmidt in Gesprächen mit dem BDM sein interesse an zielführenden Vorschlägen zum Ausdruck gebracht, so Foldenauer. 

Das bisher vom BDM vorgelegte Konzept einer Mengenregulierung sei weiterhin als Vorschlag zu verstehen, welcher weiterentwickelt werde könne, erklärte er. Dazu dienten die fortdauernden Gespräche auch auf der europäischen Ebene. Nach Foldenauers Aussage gebe es sowohl in Deutschland durch Agrarminister der Bundesländer als auch in Europa insbesondere in Frankreich Unterstützung für weiterführende Entwicklungen zum Ausbau eines Sicherheitsnetzes. Die Diskussion werde sich im Fall von Preiskrisen am Milchmarkt sicher sehr rasch zuspitzen, zeigt er sich überzeugt. Doch seien derartige Krisen unter den gegebenen Umständen keinesfalls zu wünschen, betonte er. (jst)
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