Der nun veröffentlichte Entwurf der Direktzahlungs-Durchführungsverordnung regelt, welche Pflanzenarten zur Einsaat einer im Umweltinteresse genutzten Fläche (ökologische Vorrangflächen) verwendet werden dürfen. Im Einzelnen wollen nun die Agrarministerien der Länder in den kommenden Wochen die Details prüfen. Denn die Zeit drängt, Landwirte wollen nun ihre Anbauplanung auch im Hinblick auf das Greening abschliessen.Möglich ist laut vorliegenden Entwurf  die Aussaat von Gräsern als Untersaaten mit der Aussaat von Wintergetreide in diesem Herbst 2014. Diese Untersaaten wären im Jahr 2015 vorhanden und damit als Greening-Fläche mit dem Faktor 0,3 anrechenbar.

Dabei darf keine Art in einer Kulturpflanzenmischung auf Flächen mit Zwischenfruchtanbau oder Gründecke, die als ökologische Vorrangflächen ausgewiesen werden, einen höheren Anteil als 60 Prozent haben, heißt es in der Verordnung. Der Anteil Gräser darf nicht über 60 Prozent liegen. Zwischenfruchtanbau ist nicht vor dem 16. Juli möglich.

Mecklenburg-Vorpommern möchte gerne in den Anhang 3 für Pflanzen zum Zwischenfruchtanbau Rauhafer und Buchweizen mit aufnehmen lassen. Dabei handelt es sich um keine Haferart, stellt Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) klar. 
 
Das Bundesagrarministerium (BMEL) in Berlin drängt zur Eile, die Verordnung auf den Weg zu bringen. Ein Antrag auf Fristverkürzung des Verfahrens beim Bundesrat ist gestellt, erfuhr agrarzeitung.de am Rande der Agrarministerkonferenz am vergangenen Freitag in Potsdam. Nach den Beratungen im Bundeskabinett und Bundestag könnte die zustimmungspflichtige Verordnung bereits auf der Sitzung am 10. Oktober die Länderkammer passieren.

Niedersachsens Agrarminister Chrisitan Meyer (Grüne) sieht nach eigenem Bekunden keine Stolpersteine in der Verordnung, wenn er auch die Verzögerung sehr bedauert. Jetzt will er sich die Punkte genau anschauen, bevor er seine Zustimmung gibt. (da)
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