Tierhaltung

BMEL geht auf Distanz zu Gutachten


In der derzeitigen Situation sind weitergehende Auflagen und Kostensteigerungen für tierhaltende Betriebe nicht darstellbar. Auf dieses Fazit lassen sich Aussagen der Parlamentarischen Staatssekretärin im BMEL, Dr. Maria Flachsbarth, anlässlich eines Parlamentarischen Abends von Tierschutzorganisationen zusammenfassen.

Gut ein Jahr nach Vorlage Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik zur gesellschaftlichen Akzeptanz der Tierhaltung in Deutschland hatten sechs Organisationen zur Diskussion in Berlin geladen. Das Ausbleiben jeglicher Reaktionen seitens der politisch Verantwortlichen war Kernpunkt ihrer Kritik. In ihrer Antwort verwies Flachsbarth auf die gegenwärtig ungeheure wirtschaftliche Belastung der tierhaltenden Betriebe in Deutschland und Europa. Angesichts der globalen Wettbewerbssituation würdenzusätzliche Belastungen unweigerlich zum Auswandern großer Teile der Tierhaltung führen, sagte Flachsbart. In Ansätzen sei dies bereits erkennbar. Als zusätzlich problematisch beschrieb Flachsbart eine zunehmen negative Stimmung in den ländlichen Räumen. Dieser Entwicklung werde BMEL zukünftig größere Aufmerksamkeit widmen. (jst)
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