Staatssekretär Peter Bleser kündigte heute im Gespräch mit Wirtschaftsverbänden eine neue Institution an, um die Exportaktivitäten der deutschen Ernährungs- und Landwirtschaft zu bündeln. Das Koordinierungskomitee soll Aufgaben im Zusammenhang mit Veterinärfragen beim Export in Drittländer eigenständig erfüllen und dem BMEL als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

„Gerade jetzt, nach der Verhängung der Einfuhrsanktionen durch die Russische Föderation, ist es wichtig, dass Regierung und Wirtschaft an einem Strang ziehen, um die wirtschaftlichen Folgen der Sanktionen zu bewältigen.“ Bleser kündigte an, die Zusammenarbeit mit den Verbänden weiter stärken zu wollen. Dazu wolle er zweimal jährlich Gespräche mit den Verbandspräsidenten zur Erörterung von Fragen des Exports in Drittländer führen.

Zu den gestern von der EU-Kommission angekündigten Unterstützungsleistungen für betroffene Erzeuger sagte Bleser: „Sobald die Vorschläge vorliegen, werden wir diese im Sinne der betroffenen deutschen Land- und Ernährungswirtschaft prüfen, ob diese von den geplanten Hilfen profitieren können. Wir stehen im ständigen Kontakt mit den Brüsseler Institutionen und warten auf die ersten konkreten Umsetzungsvorschläge für Obst und Gemüse“. (az)
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