Biodiversität

BMEL lässt Insektenstudie prüfen

Dennoch seien die wissenschaftlichen Institute im Verantwortungsbereich des BMEL mit der Prüfung und Bewertung der Studie beauftragt worden, so eine Sprecherin des Ministeriums. Doch bereits jetzt lasse sich sagen, dass belastbare Aussagen zu den Ursachen des Insektensterbens auch aus der aktuellen Veröffentlichung nicht abzuleiten seien, so die Position des BMEL. Vielemehr handele es sich beim Rückgang der Insektenpopulation um ein multifaktorielles Problem, welches weiter analysiert werden müsse. 


Das BMEL verweist darauf, dass in der abgelaufenen Legislaturperiode weitere verschiedene Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt ergriffen worden seien. So könne sich durch die Änderung des § 5 der Agrarzahlungen-Verpflichtungsverordnungen, die die Anlage von freiwilligen Blühstreifen erleichtere, ein positiver Effekt ergeben. Als prominentes Beispiel für ein zielgerichtetes Forschungsvorhaben zur Verbesserung der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft nennt das BMEL das Projekt "Für Ressourcen, Naturschutz und Landwirtschaft mit Zukunft" (F.R.A.N.Z.).


Das BMEL weist darauf hin, dass grundsätzlich der verantwortungsbewusste Umgang mit Pflanzenschutzmittel oberstes Gebot in der Landwirtschaft sei. Es gelte das Prinzip: so viel wie nötig und so wenig wie möglich. Diesem Ziel diene auch der Nationale Aktionsplan Pflanzenschutz, der die weitere Reduktion des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln verfolge. (jst)
stats