Milchmarkt

BUND sieht Grünland in Gefahr


Der BUND sieht durch die Milchkrise den Erhalt des artenreichen Grünlands gefährdet. Das Grünland brauche Tiere, die es als Futtergrundlage nutzen, betont die Naturschutzorganisation in einem offenen Brief an Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) sowie die Vorsitzenden der Bundestagsausschüsse für Landwirtschaft und Umwelt, Alois Gerig (CDU) und Bärbel Höhn (Grüne). Durch die niedrigen Milchpreise sieht der BUND die Existenz vieler Betriebe bedroht und fürchtet ein beschleunigtes Höfesterben.

Als Maßnahmen gegen die niedrigen Milchpreise fordert der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger, den Verkauf von Milchprodukten unterhalb der Erzeugerkosten zu untersagen. Die Beschlüsse der Agrarministerkonferenz (AMK) zur Mengenreduzierung müssten konsequent umgesetzt und weitere finanzielle Anreize für eigenverantwortliche Mengenreduzierung geschaffen werden. In der EU sollen nach Ansicht der BUND flexiblere Regelungen zur Milchmengenregulierung entwickelt werden. Bei der Förderung der Weidehaltung wünscht sich der BUND, die Spielräume im Rahmen der EU-Agrarförderpolitik besser zu nutzen. (SB)
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