Glyphosat

BVA fordert sachliche Debatte


Dr. Hans-Bernhard Overberg, BVA-Präsident Konrad Weiterer, Karl-Friedrich Wirtz und Jörg Hartmann (von links) forderten eine sachliche Diskussion zu Thema Glyphosat.
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Dr. Hans-Bernhard Overberg, BVA-Präsident Konrad Weiterer, Karl-Friedrich Wirtz und Jörg Hartmann (von links) forderten eine sachliche Diskussion zu Thema Glyphosat.

Der Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft (BVA) begrüßt die in dieser Woche beschlossene Verlängerung der Glyphosat-Zulassung um sechs Monate. „Politik und Wissenschaft haben so mehr Zeit sachliche Argumente auszutauschen und zu einer fachlich fundierten Entscheidung zu gelangen“, erklärt BVA-Präsident Konrad Weiterer heute bei der Herbstpressekonferenz des Branchenverbandes in Bonn. Glyphosat sei ein für die Landwirtschaft unverzichtbarer Wirkstoff, betont der BVA-Präsident.

Welche Auswirkungen Anwendungsverbote haben können, werde bei den Neonicotinoiden deutlich. Weil die Beizung des Rapssaatguts nicht mehr erlaubt ist, mussten deutlich mehr Sprühanwendungen erfolgen. Diese sind nicht nur weniger effizient, sondern auch im Hinblick auf ein wirksames Resistenzmanagement fragwürdig. „Aus Sicht des BVA ist eine Wiederzulassung der neonicotinoiden Beizung bei Raps notwendig und fachlich absolut sinnvoll“, betont Weiterer.

Für die Sicherung stabiler Erträge und die Vermeidung von Resistenzen sei ein breites Wirkstoffspektrum unverzichtbar. Der Stau bei der Neu- und Wiederzulassung von Pflanzenschutzmitteln muss deshalb dringend aufgelöst werden, fordert der BVA.

Pflanzenschutzsteuer hat keine Lenkungswirkung

Eine deutliche Absage erteilt der BVA Überlegungen für eine Pflanzenschutzmittelsteuer. In den wenigen Ländern, die eine solche Abgabe eingeführt haben, seien die gewünschten Lenkungseffekte nicht eingetreten. Dies sei auch nicht verwunderlich, da sich der Pflanzenschutzmitteleinsatz nicht an politischen Vorgaben sondern agronomischen Erfordernissen orientiert. (SB)
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