Der Einsatz von für den Menschen relevanten Antibiotika ist bundesweit von 2014 auf 2015 erstmals gesunken. Das teilte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelschutz (BVL) nach eingehender Prüfung der im August 2016 veröffentlichten Daten mit. Ein pharmazeutisches Unternehmen habe fehlerhafte Angaben gemacht, die aber jetzt korrigiert worden seien. Sowohl der Einsatz von Fluorchinolonen als auch von Cephalosporinen gingen demnach leicht zurück. Allerdings sei die Menge an Fluorchinolonen im Fünfjahreszeitraum 2011 bis 2015 um knapp 30 Prozent angestiegen.

Die Gesamtmenge an eingesetzten Antibiotika wurde bundesweit zwischen 2011 und 2015 mehr als halbiert und sank von 1.706 t auf 805 t. Von 2014 auf 2015 ging der Einsatz um 35 Prozent zurück. Ähnlich gute Nachrichten kamen diese Woche schon aus Niedersachsen: Auch dort wurden von 2013 auf 2014 35 Prozent weniger Antibiotika eingesetzt. (lm)

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