Restflächen
Die BVVG hat noch rund 130.000 ha landwirtschaftliche Fläche und rund 9.000
ha  Wald zu privatisieren. Dabei sollen jährlich nicht mehr als 10.000 ha
landwirtschaftliche Fläche bei zeitlicher und räumlicher Streckung verkauft werden. So steht es in den aktuellen Privatisierungsgrundsätzen festgeschrieben. Bis 2030 will die BVVG noch landwirtschaftliche Flächen verkaufen und verpachten. (da)
Die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH hat seit dem 1. Juli 1992 mehr als 851.000 ha landwirtschaftlicher Flächen verkauft und damit die landwirtschaftlichen Unternehmen bei der dauerhaften Sicherung des wichtigen Produktionsfaktors „Boden“ unterstützt. Über 80 Prozent des verkauften Acker- und Grünlandes ging an die Pächter vor Ort, teilt die BVVG mit. Zudem privatisierte die BVVG rund 593.000 ha forstwirtschaftliche Flächen, aufgrund gesetzlicher Vorgaben vor allem an die Gruppe der Alteigentümer, die in der Bodenreform entschädigungslos enteignet worden waren. 65.000 ha wertvolle Naturschutzflächen sind unentgeltlich an die Länder oder an von ihnen benannte Einrichtungen übergeben worden.

Bis heute hat die BVVG 7,4 Mrd. € an Erlösen aus den Bodenverkäufen an den Bund abgeführt. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der BVVG würdigte Johannes Geismann, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium die Arbeit der BVVG: „Mit dem Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz und den Privatisierungsgrundsätzen 2010 ist ein Regelwerk geschaffen worden, das bis heute einen tragfähigen Kompromiss in der schwierigen Bodenfrage darstellt. Dabei hatte die BVVG im Rahmen ihrer Privatisierungstätigkeit unterschiedliche Interessen in Einklang zu bringen." (da)
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