Tierschutz

Backhaus fordert Betreuungsschlüssel


Ziel des Landes ist es einen Grundbetreuungsschlüssel für Nutztierhaltungen zu entwickeln, um zu ermitteln, wie viel Personal benötigt wird, um Tiere artgerecht zu halten. „Denn es kommt nicht auf die Größe eines Stalls an, sondern wie mit den Tieren umgegangen wird“, sagte Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) bei der Vorstellung des Tierschutzkonzeptes. An diesem Punkt wolle das Land ansetzen und zusammen mit den Tierhaltern messbare Verbesserungen erreichen. „So etwas wie den Betreuungsschlüssel gibt es in Deutschland bisher nicht“, sagte der Minister.

Das Tierschutzkonzept wurde mit dem Tierschutzbeirat abgestimmt. Zu den Mitgliedern gehören Vertreter von Tierschutzorganisationen, der Landestierärztekammer, des Bauernverbandes, des BUND, der evangelischen und katholischen Kirche, des Landeszooverbandes, des Leibniz-Institutes in Dummerstorf sowie des Landkreistages. Grob unterteilt sich das Konzept in den Bereich für landwirtschaftliche Nutztiere und in den Bereich für Tierschutzprojekte. Es werden jeweils konkrete Ziele und Maßnahmen sowie der aktuelle Sachstand und ein Zeitplan zur Erreichung der Ziele formuliert.

„Wir haben dabei die Forderungen der Gesellschaft genauso berücksichtigt wie die Erkenntnisse der Tierhalter und der Wissenschaft. Insofern haben wir nun einen wirklich guten Handlungsrahmen entwickelt“, so Dr. Backhaus. Außerdem werde sich die Landesregierung weiterhin an der Entwicklung möglichst bundeseinheitlicher Tierschutzindikatoren beteiligen. Gemeinsam mit Niedersachsen, Schleswig-Holstein, NRW sowie den Stadtstaaten Hamburg und Bremen werde an einem länderübergreifenden Grundsatz zur Vermeidung des Schlachtens tragender Tiere gearbeitet. (SB)
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