Schweinepest

Backhaus mahnt zu Wachsamkeit


"Aktuell besteht die Gefahr, dass die ASP durch Weißrussland in die Baltischen Staaten, nach Polen, Kaliningrad und Deutschland gelangen könnte", gab der zuständige Agrarminister Dr. Till Backhaus während einer Landtagssitzung zu bedenken.  Das Land Mecklenburg-Vorpommern habe daher an den Ostseegrenzen gelegene Eingangsorte und Häfen zur sorgfältigen Kontrolle der ordnungsgemäßen Beseitigung von Speiseabfällen angewiesen.

Auch Tierhalter, Tierärzte und Jäger würden regelmäßig aufgefordert, alle Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten und Tierbestände aufmerksam zu beobachten. Die im Lande ansässigen Untersuchungseinrichtungen sowie das Krisenmanagement würden laufend verbessert, so Backhaus. Die ASP würde im Fall der Übertragung auf Hausschweinebestände in Mecklenburg-Vorpommern "verheerend wirken", mahnte der Minister. 

Seiner Aussage zufolge sei die ASP in der Russischen Föderation außer Kontrolle geraten. Auf der Grundlage der amtlichen Statistik seien bisher 366 Ausbrüche und knapp 12.000 Virusnachweise bei Einzeltieren zu verzeichnen. Ein Problem in Mecklenburg-Vorpommern sei der große Schwarzwildbestand. Mit deutlich mehr als zwei Stücken pro 100 ha sei die kritische Grenze überschritten, von der man annehme, dass einzele Rotten miteinander in Kontakt treten und so dass Virus übertragen werden könnte, unterstrich Backhaus. Er formuliere seine Einschätzungen im Landtag bewusst drastisch, damit nicht alle beim Eintreten eines Großschadens überrascht sein könnten. (jst) 
stats