Mecklenburg-Vorpommern

Backhaus sieht Leguminosen auf Erfolgsweg

Der Leguminosenanbau hat sich in Mecklenburg-Vorpommern 2015 gegenüber dem Vorjahr fast verdreifacht. Ursachen sind laut Agrarministerium in Schwerin die Agrarumweltförderungen und die Eiweißstrategie der Bundesregierung. „Der Anbau von Eiweißpflanzen ist eine wichtige Option für eine nachhaltige Landwirtschaft“, erklärte Landwirtschaftsminister Till Backhaus heute bei einem Rundtisch-Gespräch zum Leguminosenanbau und zur Stärkung der Verwertung regional erzeugter Leguminosen in Schwerin.

In Mecklenburg-Vorpommern erfolgte ein Anbau von großkörnigen Leguminosen 2015 auf rund 15.300 ha (2013: 4.700 ha; 2014: 5.300 ha). Schätzungen für das kommende Jahr gehen davon aus, dass sich der Anbau weiter ausweiten wird, denn mehr Landwirte planten Leguminosen in die Fruchtfolge zu integrieren. Die Landesregierung fördert den Anbau der Leguminosen über das Förderprogramm „Anbau von vielfältigen Kulturen im Ackerbau“ mit bis zu 85 €/ha.

Den Verarbeitern empfahl Backhaus erneut, die Chance der gestiegenen regionalen Eiweißfutterproduktion zu nutzen und mit den Landwirten bei der Vermarktung fair zu verhandeln. Man dürfe dabei nicht vergessen, dass die Nachfrage nach gentechnikfreien Erzeugnissen beim Verbrauer enorm steige. „Wir können dies bei unseren Pflanzen garantieren. Bei Produkten aus Übersee fällt uns dies deutlich schwerer“, mahnte der Minister. (SB)
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