Öko-Landbau

Backhaus warnt vor Aktionismus


Der BUND will den Anteil des Ökolandbaus in Mecklenburg-Vorpommern bis zum Jahr 2020 von derzeit 9 auf 20 Prozent steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, gibt die Organisation 43 Empfehlungen, wie eine verbesserte Beratung, Forschung, Ausbildung und Vermarktung. Gefordert wird das Landesgut Dummersdorf auf Ökolandbau umzustellen, ein Kompetenzzentrum einzurichten und eine Marke für Bioprodukte aus Mecklenburg-Vorpommern zu entwickeln.

Landwirtschaftsminister Till Backhaus verweist auf die bestehenden Aktivitäten. „Der vermeintliche Öko-Vorstoß des BUND füllt alten Wein in neue Schläuche“, kritisiert Backhaus. So habe das Land mit dem Landesprogramm „Öko-Kompetenz Mecklenburg-Vorpommern 2020“ bereits im Mai 2015 ein vielschichtiges Maßnahmenpaket geschnürt, das die insgesamt positive Entwicklung des ökologischen Landbaus konsolidieren und schrittweise weiterentwickeln soll.

Trotz allem Handlungsbedarf sei es jetzt wichtig, „nicht in blinden Aktionismus zu verfallen“, betont der Minister. So inspirierend der Blick auf andere Bundesländer sein mag, nicht jedes Instrument, das in Bayern oder Nordrhein-Westfalen funktioniert, sei auch für die Landwirtschaftsstrukturen im Nordosten sinnvoll und praktikabel. (SB)
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